

Ausstellung im Kunstbunker spiegelt die Konfliktherde der Welt wider.
"Submerge", heißt die Ausstellung, in der sich derzeit 15 junge gesellschaftskritische Künstler mit den in verschiedenen Teilen der Welt herrschenden Konflikten auseinandersetzen. Der Kunstbunker, ein ehemaliger Luftschutzbunker und damit auch ein Symbol für Gewalt, Zerstörung, Verfolgung oder auch kulturelle Entwurzelung, bot sich für diese Themen als idealer Ausstellungsort an.
Der 11. September ist natürlich ein Thema, das von den Künstlern aufgegriffen wird. Ayreen Anastas und Rene Gabri setzen sich in einer Audio Installation kritisch mit dem nach dem Anschlag neu postulierten Wir-Gefühl in den USA auseinander. Tausend durchschossene weiße Papierblätter wurden von Miranda Maher in einem Raum an die Wände gehängt, auf denen die geografischen Koordinaten von Gewalttaten notiert sind.

Thema: Koordination der Gewalt! Es erinnert an eine Gedenkstätte unbekannter Opfer. Zwischen einem Türrahmen klemmen wie in einem Regal ohne Boden Palästinenser-Bücher. Eine fragile Installation des Amerikaners Anton Sinkewich und der Palästinenserin Emily Jacir.
Danach gefragt, warum sie gerade diese Ausstellung unterstützt, meint Ingrid Hofmann: "Die momentane Entwicklung in Nahost ist wirklich beunruhigend. Die Gewaltspirale dreht sich gefährlich nach oben. Darum finde ich es ganz wichtig, dass jeder sich mit diesen Themen befasst und andere Lösungen in Erwägung zieht. Hier zeigen palästinensische, amerikanische und israelische Künstler ihre Kritikfähigkeit und ihre Bereitschaft, gemeinsam etwas zu schaffen."
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