So schreibt man eine Bewerbung

Sie haben ein Stellenangebot gefunden, das genau zu Ihnen passt? Jetzt heißt es, bei der Bewerbung punkten und den Traumjob sichern. Aber wie schreibt man eine gute Bewerbung? Damit Sie sich beim Arbeit suchen und sich Präsentieren von anderen Kandidaten und Kandidatinnen abheben, lesen Sie hier, wie Sie sich richtig bewerben. Wenngleich wir hoffen, dass Sie mir unseren Bewerbungstipps schnell Ihren neuen Job finden, unsere regionale Jobsuche könnte durchaus interessant für Sie sein.

Richtig bewerben: Ihr Anschreiben

Online-Bewerbung oder ausgedruckte Bewerbungsunterlagen?

Wenn nicht anders angegeben, wünschen sich Personalverantwortliche heute in der Regel eine Online-Bewerbung per E-Mail. Für diese gelten die gleichen Grundregeln wie für ausgedruckte Bewerbungsunterlagen: Fehler bei der Rechtschreibung oder schlampige Formatierungen disqualifizieren den Bewerber gleich zu Beginn. Seien Sie deshalb unbedingt sehr gründlich!

Beachten Sie bei Ihren Online-Bewerbungsunterlagen Folgendes

Anschreiben &  Motivationsschreiben: Persönlich und individuell

Zwei Punkte sind beim Bewerbungsschreiben wichtig, damit der Bewerbungsprozess für Sie nicht schon beendet ist, bevor er richtig startet. Diese beiden Aspekte gelten übrigens auch für eine Initiativbewerbung "Zeitarbeit & Co." bei Hofmann Personal:

  1. Informieren Sie sich über das Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle. Versuchen Sie auch, einen direkten Ansprechpartner zu ermitteln. Denn Personalverantwortliche müssen nicht besonders geschult sein, um eine unpersönliche Serien-Bewerbung zu erkennen.
  2. Rechtschreibung, richtige Zeichensetzung, einwandfreie Grammatik und ein aktiver, lebendiger Stil sind das A und O. Lassen Sie Freunde und Familienmitglieder Korrektur lesen, ehe Sie die Bewerbung absenden.

    Tipp:
    Mit der Duden-Rechtschreibprüfung im Internet lassen sich die gröbsten Fehler ausmerzen. 

Aufbau der Bewerbung

Das Bewerbungsschreiben sollte keine Wiederholung des Lebenslaufs sein. Hier haben Sie die Chance, Ihre Stärken herauszustellen und sich von der Masse der Bewerber abzuheben. Verwenden Sie keine abgedroschenen Floskeln wie „hiermit bewerbe ich mich“ – bereits der erste Satz sollte Ihre persönliche Motivation und Eignung hervorheben.

Teil 1  –  „Sie“:   Der erste Teil der Bewerbung rückt das Unternehmen bzw. die Stelle in den Mittelpunkt. Machen Sie deutlich, was Sie daran anspricht.

Teil 2 – „Ich“:     Im zweiten Teil der Bewerbung formulieren Sie Ihre Berufserfahrung und fachliche sowie soziale Kompetenzen, die für die Stelle relevant sind. Vermeiden Sie eine reine Aufzählung und drücken Sie aus, warum Ihre Eigenschaft/Erfahrung ein Gewinn für das Unternehmen ist.

Teil 3 – „Wir“:    Im dritten Teil der Bewerbung betonen Sie, wie beide Seiten – sowohl das Unternehmen als auch Sie – von einer Zusammenarbeit profitieren. Hier können Sie beispielsweise auf die Anforderungen eingehen, die in der Stellenbeschreibung genannt werden.

 Formalitäten zur Bewerbung

  • Die Kopfzeile sollte Ihre Kontaktdaten enthalten: Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse
  • Es folgt die Anschrift des Unternehmens. Achten Sie darauf, diese korrekt zu schreiben und an eine konkrete Person zu adressieren
  • Formulieren Sie einen Betreff, z. B. Bewerbung als …
  • Die persönliche Ansprache im Bewerbungsschreiben lautet „Sehr geehrte Frau …“ bzw. „Sehr geehrter Herr …“
  • Wird in der Ausschreibung nach den Gehaltsvorstellungen gefragt, sollten Sie diese im Anschreiben auch angeben, idealerweise als für Sie akzeptable Gehaltsspanne „von … bis …“. Setzen Sie die Spanne aber nicht zu groß, damit Ihre Gehaltsvorstellungen nicht unüberlegt wirken
  • Bringen Sie gegen Ende der Bewerbung zum Ausdruck, dass Sie sich über ein persönliches Gespräch freuen würden

Lebenslauf, Zeugnisse, Bewerbungsfoto

Lebenslauf: Aufbau & weitere Tipps

Der Lebenslauf ist für die meisten Personalverantwortlichen der wichtigste Bestandteil der Bewerbungsmappe. Hier sind alle relevanten Fakten auf einen Blick dargestellt – vorzugsweise in der tabellarischen Form: Links Zeitangaben, rechts Fakten. Zeitangaben werden in der Regel in dieser Form angegeben: 09/2012 – 09/2016

Der Lebenslauf sollte folgendermaßen aufgebaut sein:

  1.  Persönliches: Vorname, Name, Anschrift und weitere Kontaktdaten. Nicht mehr relevant sind Familienstand, Staatsangehörigkeit, Beruf der Eltern. Auch Konfession und Parteizugehörigkeit sollten nur angegeben werden, wenn es für die Stelle relevant ist (z. B. für Stellen bei Caritas, Diakonie oder einer politischen Organisation).

  2. Berufspraxis: Inzwischen hat sich der amerikanische, umgekehrt-chronologische Stil durchgesetzt: Begonnen wird mit der letzten beruflichen Station. Nennen Sie jeweils Firma und Position sowie Ihre wesentlichen Aufgabengebiete in wenigen Stichpunkten. Wichtig: Natürlich sollte der Lebenslauf keine Lücken aufweisen. Das heißt aber nicht, dass Sie jeden Ferienjob und jedes Schülerpraktikum aufzählen müssen. Es sei denn, es ist für die betreffende Stelle von Vorteil. Zudem sollten Sie jede Station Ihrer Karriere mit einem Arbeitszeugnis belegen können.

  3. Ausbildung: Bei Angaben zur akademischen Laufbahn reichen der Name der Universität, das Studium, der Grad Ihres Abschlusses sowie die Abschlussnote. Was die Schulausbildung betrifft, sollten Sie sich auf den höchsten Schulabschluss beschränken (es sei denn, es handelt sich um die Bewerbung für einen Ausbildungsplatz).

  4. Sonstige Qualifikationen und besondere Kenntnisse: Hier ist Platz für stellenrelevante Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen. Sprachkenntnisse sollten Sie immer mit dem jeweiligen Niveau angeben (z. B. fließend in Wort und Schrift, verhandlungssicher, Grundkenntnisse usw.). Wenn Sie für den Job mobil sein müssen, geben Sie die Art Ihres Führerscheins an. Hobbys und persönliche Interessen gehören nicht in die Bewerbung, wenn sie keinen direkten Bezug zur ausgeschriebenen Stelle haben.

Bewerbungsfoto: freiwillig, aber persönlicher

Seit Einführung des Antidiskriminierungsgesetzes (AGG) ist das Bewerbungsfoto nicht mehr Pflicht. Nutzen Sie dennoch die Chance, Ihrem Wunsch-Arbeitgeber neben nüchternen Fakten auch einen ersten persönlichen Eindruck von sich zu geben. Lassen Sie dafür nur einen Profi ans Werk. Tabu sind von Freunden geknipste Schnappschüsse, Urlaubsfotos oder gar Selfies. Ein gutes Bewerbungsbild ist:

  aktuell und zeigt Sie so, wie Sie tatsächlich aussehen

  bunt statt schwarz-weiß

  vor einem dezenten Hintergrund aufgenommen

Sie präsentieren sich auf einem professionellen Foto:

  freundlich mit Blick in die Kamera und einem (leichten) Lächeln

  so angezogen, wie Sie auch in dem Unternehmen auftreten würden

  mit dem Körper dem Betrachter zugewandt (keine Ganzkörper-Portraits, das Bewerbungsfoto endet oberhalb der Brust)

Arbeitszeugnis, Empfehlungsschreiben, Zertifikate & Co.

Zum Wissen, wie man eine Bewerbung schreibt gehört auch, dass Sie darauf achten, dass die Bewerbungsunterlagen nicht zu umfangreich werden. In Bezug auf die Arbeitszeugnisse reichen die der drei letzten Arbeitsstellen. Für eine bessere Übersicht erstellen Sie ein Anlagenverzeichnis. Auch hier ist der nicht-chronologische Stil vorherrschend: Das Aktuellste kommt zuerst. Mögliche Anlagen (jeweils Kopien und keine Originale) sind:

   Arbeitszeugnisse

  Abschlusszeugnis der höchsten besuchten (Hoch-) Schule

  Beglaubigte Übersetzungen von Zeugnissen und Zertifikaten aus dem Ausland

  Zertifikate und Nachweise über Fortbildung, die für den Job relevant sind

  Empfehlungsschreiben vorheriger Arbeitgeber, Professoren usw.

  Bescheinigungen über ehrenamtliches Engagement

  Führungszeugnis (falls verlangt)

 

 

Mit einer Initiativbewerbung richtig bewerben

Kein Stellenangebot, das zu Ihnen passt? Bei Hofmann Personal ist Ihre Initiativbewerbung für Zeitarbeit oder Direktvermittlung gerne gesehen. Falls Sie sich in einem bestimmten Unternehmen bewerben wollen, ist Recherche gefragt. Wenn Sie sich mit ernsthaften Chancen richtig bewerben wollen, gilt es zunächst, den richtigen Ansprechpartner herauszufinden. Bewerbungen an allgemeine Adressen wie info@firma.de gehen in den meisten Fällen im digitalen Nirwana verloren. Das gehört zum Einmaleins, wie man initiativ eine Bewerbung schreibt. Falls Sie auf der Unternehmensseite nicht fündig werden, können Sie beispielsweise mit anderen Mitarbeitern in sozialen Business-Netzwerken wie XING Kontakt knüpfen. Auch ein direkter Anruf im Unternehmen signalisiert Interesse und schafft Klarheit, ob überhaupt Personalbedarf herrscht.

Bei einer Initiativbewerbung haben Sie kein Stellenprofil, an dem Sie sich entlanghangeln können. Sie müssen also Ihre Stärken und Kompetenzen noch treffender auf den Punkt bringen und mit Beispielen versehen. Gehen Sie unbedingt auf das jeweilige Unternehmen ein, um den Eindruck zu vermeiden, Sie würden wahllos Serienbewerbungen verschicken.

Wichtig: Bevor Sie Ihre Initiativbewerbung verschicken, sollten Sie alle Ihre Profile in digitalen Berufsnetzwerken aktualisieren. Widersprüche zwischen Ihrem Online-Profil und der Bewerbung lassen Sie wenig authentisch und unprofessionell erscheinen.

Nach der Bewerbung: Warten auf Antwort

Sie haben die Bewerbung abgeschickt und sich an die Anleitung gehalten, wie man eine Bewerbung schreibt? Nun sitzen Sie aber auf glühenden Kohlen? Mit dem Nachhaken ist es so eine Sache. Einerseits können Sie schnell aufdringlich wirken und überlastete Personaler stressen, andererseits bekunden Sie mit einer Nachfrage auch Interesse an dem Job. Zwei bis drei Wochen sollten Sie dem Unternehmen auf jeden Fall für die Sichtung der Unterlagen Zeit geben.

Liegen Feiertage oder Ferien dazwischen, sollten Sie sich noch etwas länger gedulden. Danach ist Nachfragen legitim. Das Erwähnen von anderen Job-Alternativen ist ein Pokerspiel und sollte gut überlegt sein. Falls Sie sich dazu entscheiden, sollten Sie betonen, dass die entsprechende Stelle Ihre bevorzugte ist, Sie aber allmählich in Entscheidungsnot geraten.

Weitere Tipps für das Vorstellungsgespräch

  • Kleiden Sie sich so, als wären Sie bereits Mitarbeiter dieses Unternehmens. So vermeiden Sie es, over- oder underdressed zu erscheinen.
  • Das Vorstellungsgespräch beginnt mit Betreten des Gebäudes. Seien Sie auch zu den Mitarbeitern am Empfang oder im Sekretariat zuvorkommend und freundlich.
  • Stürmen Sie nicht auf die Gesprächspartner zu, sondern warten Sie, bis diese den ersten Schritt machen. Treten Sie Ihnen dann mit ausgestrecktem Arm gegenüber und achten Sie auf einen selbstbewussten, aber auch nicht übertrieben kräftigen Händedruck, während Sie sich mit Vor- und Nachnamen vorstellen. Bedanken Sie sich für die Einladung. Ein freundliches Lächeln lässt Sie von Beginn an sympathisch erscheinen.  
  • Warten Sie, bis Ihnen ein Stuhl angeboten wird. Achten Sie auf eine unverkrampfte, aber nicht zu lockere Körperhaltung. Halten Sie Blickkontakt mit der Person, die gerade spricht. Wenn Sie selbst sprechen, sollte Ihr Blick zu allen Anwesenden schweifen, jedoch nicht so hektisch, als verfolgten Sie ein Pingpong-Spiel.
  •  Zu Beginn des Gesprächs wird der Vorgesetzte das Unternehmen präsentieren. Hier können Sie Ihr im Vorfeld recherchiertes Wissen einbringen – aber nur, wenn es passt und Sie Ihren Gesprächspartner nicht unterbrechen.
  • Ihre Antworten sollten weder einsilbig ausfallen, noch in Monologe ausarten. Beachten Sie die Reaktion Ihres Gegenübers: schweift sein Blick ab oder wird er ungeduldig, sollten Sie zum Punkt kommen.
  • Bedanken Sie sich am Ende für das Gespräch und erkundigen Sie sich über das weitere Vorgehen. Gibt es eine zweite Runde bzw. ein Assessment-Center/einen Einstellungstest? Bis wann können Sie mit einer Antwort rechnen?
  • Falls Sie begeistert von der Stelle sind und sich eine Zusammenarbeit gut vorstellen können, dürfen Sie dies gerne so sagen. Auch eine E-Mail oder ein Anruf am nächsten Tag bekundet Ihr Interesse.

Zum Abschluss: Unsere Bewerbungstipps-Checkliste

Mit Hilfe unserer Checkliste können Sie überprüfen, ob Sie die wichtigsten Punkte unserer Bewerbungstipps befolgt haben.

Checkliste für die (digitale) Bewerbung

  • Anschreiben und Lebenslauf sind auf Rechtschreibung, korrekte Zeichensetzung, Stil und saubere Formatierung geprüft.
  • Die Online-Bewerbungsunterlagen liegen in einer oder maximal in drei PDF-Dateien vor, die Anhänge sind zusammen nicht größer als 3 MB und der Dateiname ist prägnant und klar benannt.
  • Der Lebenslauf ist lückenlos und relevante Berufs- und Ausbildungsstationen sind durch (Arbeits-) Zeugnisse, Bescheinigungen oder Zertifikate belegt.
  • Die Nachweise sind zu einer Datei rückwärts-chronologisch zusammengefügt und bei mehr als fünf Dokumenten mit einem Anlagenverzeichnis versehen.

Checkliste für das Vorstellungsgespräch

  • Vor dem Bewerbungsgespräch haben Sie sich noch einmal klar gemacht, warum Sie ...

    • ... sich gerade für diesem Job bzw. bei diesem Unternehmen bewerben
    • ... für die Stelle geeignet sind und wie Sie das Team bereichern können
    • was Sie sich in dem Unternehmen erhoffen, z. B.:

      • Karrierechancen
      • Kompetenzen erweitern
      • größere Herausforderung

  • Ihr Outfit ist sauber, frei von Löchern und Falten sowie für das jeweilige Unternehmen angemessen.
  • Sie haben sich ...

    • ... gut über das Unternehmen informiert
    • ... Gedanken gemacht, zu welchen Punkten Sie allgemein noch mehr wissen wollen (Fragen vorbereitet), speziell offene Fragen zu Ihrer angestrebten Stelle