AÜG-Änderung stets im Blick

Hofmann Personal wächst in 2016 erfreulich und hat sich aufgrund der zu erwartenden Gesetzesnovelle auf die Pflege der Kundenbeziehungen konzentriert

Nürnberg, 04.05.2017 - Die I.K. Hofmann Gruppe erzielte im Jahr 2016 mit 91 Niederlassungen im Bundesgebiet und Tochtergesellschaften in Österreich, England, Tschechien, in der Schweiz und in den USA einen Umsatz von 836 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Deutschland liegt der Umsatzzuwachs bei 6,5 Prozent. Er stieg von 566 Millionen Euro auf 604 Millionen Euro.

Das Jahr 2016 war geprägt durch eine allgemein gute Wirtschaftslage. Neuere Niederlassungen in NRW (Gummersbach, Mönchengladbach und Bielefeld) trugen zum Wachstum des Unternehmens bei.

Aufgrund der zu erwartenden und dann letztendlich auch gegen Ende des Jahres verabschiedeten Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes investierte das Unternehmen vorrangig in die IT, da man erkennen konnte, dass das neue Gesetz ein „Bürokratiemonster“ werden würde. Ziel war und ist es, allen Beteiligten Zusatzaufwand zu ersparen. Hofmann Personal hat seine Kunden regelmäßig über den Diskussionsstand informiert und nach Verabschiedung des Gesetzes auf Veranstaltungen innerhalb der Regionen die Neuerungen und deren Konsequenzen umfassend dargestellt. Der Start des geänderten Gesetzes zum 1. 4. 2017 verlief deshalb erstaunlich entspannt.

Einschätzung des neuen Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes

Das veränderte Arbeitnehmerüberlassungsgesetz bedeutet aber trotzdem Unsicherheit, Bürokratieaufbau und damit verbundene Kosten. Die Umsetzung von Equal Pay ist kompliziert, da jedes Unternehmen andere Vergütungsbestandteile hat und die Erfassung und Umsetzung aufwendig und möglicherweise auch fehleranfällig ist. Gleichzeitig drohen aber bei nicht korrekter Umsetzung drakonische Strafen. „Wir müssen abwarten, wie unsere Kunden auf die Equal Pay-Regelungen reagieren werden. Möglicherweise bringen sie Nachteile für unsere Mitarbeiter, wenn deren Einsätze eventuell verkürzt werden, weil das System zu kompliziert wird“, so Ingrid Hofmann.

Einerseits sollen Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern verstärkt flexible Arbeitsmodelle anbieten, andererseits verkompliziert man die Instrumente, mit denen sie diese in ihrem Betrieb umsetzen können. „Die Arbeit der Mitarbeiter, die in Elternzeit oder Teilzeit sind, muss schließlich erledigt werden. Außerdem gibt es viele Unternehmen, die saisonal arbeiten oder deren Arbeitsvolumen davon abhängig ist, ob ihr Produkt gerade eine hohe oder niedrige Nachfrage erfährt. Gerade diese benötigen Flexibilität, die durch das veränderte Gesetz eher erschwert wird“, sagt die Unternehmerin.

Die Befristung auf 18 Monate trifft vor allem die Mitarbeiter hart, die gerne langfristig bei Kunden arbeiten möchten, deren Personalpolitik es aber nicht zulässt, dass sie in die Stammbelegschaft wechseln können. Es gibt aber bereits Branchen-Tarifvertragsregelungen, die z.B. eine Überlassungsdauer von 48 Monaten zulassen.

Auftragslage derzeit stabil
Die wirtschaftliche Entwicklung bei den Kunden zeigt sich im ersten Quartal 2017 überwiegend stabil.

Expansion in Deutschland
Weitere Niederlassungen sind in Freiburg/Breisgau und Aachen geplant.

Expansion International
In Österreich ist Hofmann Personal inzwischen der zweitgrößte Personaldienstleister und investiert 5 Mio. Euro in eine Zentrale in der Nähe von Linz/St. Florian.

Aufgrund der Ansiedlung von vielen deutschen Firmen in den USA investiert der Personaldienstleister in den Ausbau seines Niederlassungsnetzes, vor allem in den
südlichen Staaten. Die Zentrale ist in Altlanta.
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Ein besonderes Highlight, das schon länger auf der Agenda stand, ist die Expansion
nach Norditalien in 2017/2018 in Zusammenarbeit mit einem Kunden.


Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren
2016 hat Hofmann Personal 244 Flüchtlinge aus den acht Hauptherkunftsländern einstellen können. Für 2017 soll die Zahl 500 erreicht werden. Ein Großteil der Personen ist bereits mehrere Jahre in Deutschland, sodass die Sprachkenntnisse zumindest für einfache Helfertätigkeiten ausreichen. „Wir beobachten, dass sich etwa die Hälfte der Menschen sehr hart tut mit unserer hochindustrialisierten Arbeitswelt. Die Menschen wollen durchaus arbeiten. Es fehlt aber nicht nur an Qualifikationen. Sie sind es nicht immer gewohnt, einen getakteten 8-Stunden-Tag durchzuhalten, jeden Tag pünktlich zu sein, Frauen als Vorgesetzte zu akzeptieren oder Pausenregelungen einzuhalten. Wir beobachten aber auch eine große Lernbereitschaft, vor allem, wenn wir uns sehr umfassend um die Menschen kümmern. Das bedeutet jedoch einen außergewöhnlich hohen Zeitaufwand. Darum bleibt für uns als Zeitarbeitsunternehmen nur eine Lösung: Wir betrachten jede Person individuell, hinterfragen Erwartungen, Können und auch andere Faktoren wie die Wohnsituation und schauen, was bei unseren Kunden möglich ist“, sagt Ingrid Hofmann. „Wir nutzen auch unsere gute Beziehung zu den Kunden und motivieren diese, Flüchtlingen durch Zeitarbeit eine Chance zu geben, wenn wir die Betreuung übernehmen.“

Top Service Platz 3
Hofmann Personal belegt im Rahmen der TOP SERVICE Deutschland Studie 2017 den 3. Platz und zählt somit zu den führenden deutschen Serviceunternehmen.

ServiceRating hat in Kooperation mit dem wissenschaftlichen Partner „Institut für Marktorientierte Unternehmensführung (IMU)“ und dem Handelsblatt als Medienpartner für das Jahr 2017 die kundenorientiertesten Unternehmen Deutschlands ermittelt. Die Erhebung basiert auf einer repräsentativen Kundenbefragung sowie einer Bewertung der Unternehmen im Innenverhältnis und
deren Services.

Unter den hundert besten Arbeitgebern
Zehn Jahre in Folge gehören wir zu den hundert besten Arbeitgebern. Dafür wurde Hofmann Personal mit dem Great Place to Work Award wie auch dem Platin Trust Champion Award ausgezeichnet.

Bewertungsgrundlage für die hundert besten Arbeitgeber sind u.a. eine anonyme, umfassende Befragung der Mitarbeiter, einschließlich der Zeitarbeitnehmer, zu den Themen Fairness und Respekt, die Identifikation der Beschäftigten mit ihren Aufgaben und ihrem Arbeitgeber wie auch der Teamgeist im Unternehmen. Mit einbezogen werden die Programme und Maßnahmen, die im Personalbereich durchgeführt werden. Umgesetzt wurde die Umfrage vom Great Place to Work Institute.



Pressekontakt:
I. K. Hofmann GmbH
Stefanie Burandt
Telefon: 0911 – 98 993 260
Email: stefanie.burandt@hofmann.info

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