Internationalisierung - auch als Folge von immer mehr Regulierungen der Zeitarbeit in Deutschland

Hofmann Personal ist 2015 international gewachsen, wohingegen der Umsatz in Deutschland stagnierte. 2016 auch in Deutschland wieder Wachstum. Engagement für Flüchtlinge.

Nürnberg, 09.06.2016 - Die I.K. Hofmann GmbH erzielte im Jahr 2015 mit 89 Niederlassungen im Bundesgebiet und T ochtergesellschaften in Österreich, England, Tschechien, Schweiz und in den USA einen Umsatz von 768 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Deutschland gab es einen Umsatzrückgang von 1,9 Prozent. Er fiel von 579 Millionen Euro auf 568 Millionen Euro. Nach dem fulminanten Wachstum in 2014 in Deutschland von über 20 Prozent folgten in 2015 die vereinbarten Personalübernahmen durch einen Großkunden. Der daraus resultierende Umsatzrückgang konnte durch das Neukundengeschäft nicht ganz ausgeglichen werden. Für 2016 zeichnet sich allerdings wieder ein Umsatzwachstum in einstelliger Höhe ab.

„Die Internationalisierung steht bei mir nach wie vor im Focus, da besonders Großkunden aus Deutschland unsere Dienstleistung auch gerne im Ausland abrufen.
Alle unsere Tochtergesellschaften im Ausland entwickeln sich gut, wobei wir ganz besonders den Ausbau unseres Geschäfts in den USA vorantreiben. Außerdem interessieren wir uns aktuell für Unternehmenszukäufe in Norditalien und Dänemark. Aber es dauert natürlich, bis man ein Unternehmen gefunden hat, das zu einem passen könnte“, erklärt die Unternehmerin Ingrid Hofmann. Mehr und mehr gelingt auch der Ausbau des Personalvermittlungsgeschäftes und die Beschäftigung von Höherqualifizierten in der Business Unit eXperts consulting center (ecc).

Geplante Gesetzesänderung ist zum Nachteil der Mitarbeiter

Nicht nur, dass das inzwischen nahezu 2-jährige politische Gerangel der Koalition über weitere Regulierungen der Zeitarbeit für Unsicherheit sorgt, so beinhaltet der aktuelle Gesetzentwurf vor allem unnötige Einschränkungen.

„Diese Regelung geht in meinen Augen vor allem auf Kosten unserer Mitarbeiter wie auch der Kunden. Die Zeitarbeitnehmer müssen vielleicht zukünftig bereits nach 18 Monaten ein Unternehmen verlassen, in dem sie sich wohlfühlen und verlieren damit ihre Lohnansprüche, die sie sich aufgrund der Branchenzuschlags- tarifverträge in diesem Einsatzunternehmen erarbeitet haben. Es ist illusorisch, zu glauben, dass danach alle Zeitarbeitnehmer in die Stammbelegschaft der Kunden wechseln können. Unsere Dienstleistung ist ja gerade dafür da, um eine gut planbare und personelle Flexibilität zu ermöglichen“, urteilt Ingrid Hofmann. Bei Hofmann Personal erhalten rund 82 Prozent der Zeitarbeitnehmer Branchenzuschläge; eine Einsatzdauer über 18 Monate haben etwa 28 Prozent.

Die geplante Equal pay Regelung ist ebenfalls problematisch, denn bisher wurde nicht klar formuliert, was unter Equal-Pay zu verstehen ist. Die Rechtsunsicherheit für alle Beteiligten ist somit vorprogrammiert. „Je stärker man unsere Branche einengt, umso weniger können wir mithelfen, die Integration problematischer Personenkreise, seien es Langzeitarbeitslose, Menschen mit Behinderung oder Flüchtlinge zu unterstützen“, warnt die Unternehmerin. „Es dürfte aus der Vergangenheit unbestritten sein, dass gerade die Zeitarbeitsbranche einen großen Anteil an der Integration von arbeitslosen Menschen hatte.“

Engagement für Flüchtlinge

„Gerade derzeit ist es dringend notwendig, so viele Flüchtlinge wie möglich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Dieses Ansinnen haben wir in unsere Hofmann- Jahresziele für 2016 aufgenommen, mit dem Ziel, mindestens 100 Flüchtlinge in diesem Jahr einzustellen. Voraussetzung sind allerdings ausreichende Sprachkenntnisse“, sagt Ingrid Hofmann.

Hofmann Personal setzt derzeit ein Projekt mit einem Kunden aus der Automobilbranche um. Dort konnten die Flüchtlinge zunächst ein mehrmonatiges Brückenpraktikum absolvieren. Nach Prüfung der Fähigkeiten und Deutschkenntnisse wurde bei Hofmann-Kunden nach geeigneten Arbeitsplätzen gesucht. „Es ist ein sehr betreuungsintensives Projekt. Wir sind aber auf unsere bisherigen Erfolge durchaus stolz“, stellt die Unternehmerin fest.

Unabhängig von diesem Projekt hat Hofmann Personal im Laufe des Jahres 2016 bereits 58 Personen aus unsicheren Herkunftsländern eingestellt.

Außerdem beschäftigt das Unternehmen im Rahmen seiner Stadtteilpatenschaft in Nürnberg Langwasser eine eigens dafür eingestellte Projektmanagerin, die das ehrenamtliche Engagement der Bürger vor Ort unterstützt. Durch entsprechende Freizeitangebote, T eilnahme an Festen, Sprachkursen etc. sollen die dort lebenden Flüchtlinge so schnell wie möglich an die Gepflogenheiten unseres Landes herangeführt und Verständnis füreinander gefördert werden.

Unter den hundert besten Arbeitgebern

Hofmann Personal gehört auch 2016 zu Deutschlands 100 besten Arbeitgebern. Durchgeführt wurde die Umfrage vom Great Place to Work Institute. Bewertungsgrundlage für die hundert besten Arbeitgeber sind u.a. eine anonyme, umfassende Befragung aller Verwaltungsmitarbeiter sowie von 2000 Zeitarbeitsmitarbeitern zu den Themen Fairness und Respekt, die Identifikation der Beschäftigten mit ihren Aufgaben und ihrem Arbeitgeber wie auch der Teamgeist im Unternehmen. Mit einbezogen werden die Programme und Maßnahmen, die im Personalbereich durchgeführt werden.

Pressekontakt:
I. K. Hofmann GmbH

Stefanie Burandt
Telefon: 0911 – 98 993 260

Email: stefanie.burandt@hofmann.info 

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