ZUR PERSON INGRID HOFMANN

Geschäftsführende Alleingesellschafterin der I. K. Hofmann GmbH, geboren in Hiltpoltstein/Oberfranken

Ihren ursprünglichen Plan, Managerin einer Orchideenplantage (deshalb die Ausbildung in einem Blumenimportbetrieb mit einer Tochtergesellschaft in Südafrika) zu werden, realisiert Ingrid Hofmann aufgrund der damaligen politischen Verhältnisse in Südafrika nicht.

Stattdessen gründet sie im Alter von 31 Jahren 1985 in Nürnberg die I. K. Hofmann GmbH – auch Hofmann Personal genannt. Ein Zeitarbeitsunternehmen, das heute zu den sechs größten Personaldienstleistern Deutschlands gehört. Im Rückblick auch auf die Jahre als Angestellte gehört Ingrid Hofmann somit zu den Pionieren in der Branche.

Anfangs überließ die Unternehmerin nur kaufmännisches Personal. Doch Schritt für Schritt erweiterte sie ihr Tätigkeitsfeld. Heute überlässt Hofmann Personal auch gewerblich/technisches Personal und High Potentials wie Ingenieure und IT-Spezialisten.

Das Unternehmen besteht vier Jahre, als Ingrid Hofmanns Tochter Sonja geboren wird. Durch ihre eigenen Erfahrungen unterstützt die Geschäftsführerin ihre Mitarbeiter, die Familie und Beruf vereinbaren möchten, mit kreativen Arbeitszeitmodellen. 

Geprägt durch die Wendezeit eröffnet die Unternehmerin 1990 nach der Grenzöffnung eine Niederlassung im sächsischen Freiberg und fängt noch einmal „von vorne“ an: Ingrid Hofmann will Menschen in Ostdeutschland eine berufliche Perspektive geben.

Die Geschäftsführerin engagiert sich gern und ist deshalb im Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) und bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) tätig. Dort leitet sie den Ausschuss „Betriebliche Personalpolitik“.

2001 erhielt sie den Vogue Business Award und wurde im Jahr darauf  „Unternehmerin des Jahres 2002“. Ein Highlight war 2006 die Verleihung der Staatsmedaille für besondere Verdienste um die bayerische Wirtschaft. In 2007 folgte die Übergabe des Bundesverdienstordens durch Bundespräsident a. D. Horst Köhler.

Seit 2010 ist sie Mitglied im Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit, berufen durch die damalige Bundesarbeitsministerin Ursula v. d. Leyen. Außerdem ist sie im Aufsichtsrat der LEONI AG, Nürnberg. Für die Financial Times zählt sie zu den drei Top Unternehmerinnen Deutschlands. Sie ist Beiratsmitglied der Deutschen Bank (Bayern) wie auch der Bayerischen Landesbank.

Doch „Business“ ist nicht alles. Ingrid Hofmann hat immer die Philosophie vertreten, dass ein Teil des Gewinns dem Gemeinwohl, sei es durch Spenden, Sponsoring oder eigenes soziales Engagement zugutekommen muss. So ist sie beispielsweise ehrenamtliche Handelsrichterin, Dänische Honorarkonsulin, Stadtteilpatin von Nürnberg Langwasser und im Kuratorium von „Aktion Deutschland hilft“. Gestützt wird das soziale Engagement durch die I. K. Hofmann Stiftung.