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Wer jetzt noch keine Arbeit hat, ist selber Schuld?

 

Bei Maybrit Illner diskutierten Michael Fuchs, Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand (PKM) der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender Die Linke, Ingrid Hofmann, BDA-Präsidiumsmitglied, Geschäftsführerin Hofmann Personalleasing, Ruth Moschner, TV-Moderatorin, Verein "Ruth tut gut e.V. - Berliner Initiative für die Jugend!" , Kabarettist Werner Schneyder und Frank Jürgen Weise, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit (BA).


August 07 Wer jetzt noch keine Arbeit hat, ist selber Schuld? Eine provokante Frage, die Maybrit Illner ihren Gästen stellte. Doch wie ist die Arbeitsmarktsituation wirklich? Laut Gregor Gysi, Fraktionsvorsitzender der Linken, geht der wirtschaftliche Aufschwung an vielen Menschen vorbei, was auch BA Chef Frank Weise bestätigte. Über 50-jährige und  Langzeitarbeitslose, sowie Jugendliche (derzeit 90 000) ohne Hauptschulabschluss und mit schlechten Deutschkenntnissen haben nach wie vor Probleme, im Arbeitsmarkt integriert zu werden. Für Frank Weise lautet die vorrangige Lösung: Qualifizieren und ausbilden und zwar nicht nach dem Gießkannenprinzip, sondern konkret an offenen Arbeitsstellen ausgerichtet. Gysi möchte darüber hinaus, den Anspruch auf einen Ausbildungsplatz im Grundgesetz verankern...

Ruth Moschner wiederum forderte die Unternehmen auf, verstärkt die offenen Stellen und Ausbildungsplätze nach außen zu tragen. Sie reagierte damit auf eine Aussage von Ingrid Hofmann, die deutlich gemacht hatte, dass alleine in ihrem Unternehmen über 3000 offene Stellen zu verzeichnen sind. Bei der BA sind es derzeit 800 000 Stellen.

 

Einen weiteren Aspekt versuchte Kabarettist Werner Schneyder in die Diskussionsrunde einzubringen, nämlich den Aspekt des Teilens. Seiner Meinung nach hätten Computer und Maschinen menschliche Arbeit ersetzt und man müsse darüber nachdenken, wie der Mehrwert, der dadurch entstehe, auf die Menschen verteilt würde.

Im Laufe des Abends wurde Ingrid Hofmann mit einer Dame konfrontiert, die in Ostdeutschland in einer Zeitarbeitfirma unter unmöglichen Bedingungen beschäftigt war.  Kein Urlaubsgeld, keine Lohnfortzahlung während einer Krankheit und ein Stundenlohn von 4,60 €. Hier galt es klar zu stellen, dass so ein Vorgehen illegal ist. Die geltenden Tarifverträge legen nicht nur einen Einstiegslohn fest (in Ostdeutschland  beispielsweise beträgt er beim BZA Tarifvertrag 6,42 €), sondern auch Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Urlaubsgeld etc. Jeder Arbeitsuchende sollte sich darum umfassend informieren, zumal die Tarifverträge für jeden zugänglich sind.

 

Bei der Frage, was denn mit den momentan vorhandenen Überschüssen der BA geschehen solle, gingen die Meinungen auseinander. Während Gysi die Gelder für den öffentlich geförderten Beschäftigungssektor nutzen möchte bzw. dafür plädierte, die Dauer der Arbeitslosengeldzahlung zu verlängern, sprachen sich Fuchs und Hofmann für eine Senkung der Arbeitslosenbeiträge aus. BA Chef Frank Weise hielt sich mit einer Antwort zurück, da seiner Meinung nach diese Frage ausschließlich die Politik und der Verwaltungsrat der BA beantworten kann.

Ingrid Hofmann im Gespräch mit BA Chef Frank-Jürgen Weise

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