Sichere Jobs
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Gefährdung vermeiden per App

Wir haben unsere Arbeitsplatzbesichtigung digitalisiert und vereinfacht. Um die Auswirkungen zu erfassen und zu messen, wurde das Projekt auf Initiative der Verwaltungsberufsgenossenschaft von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wissenschaftlich begleitet.

Oktober 2020 – Schon während der Arbeitsplatzbesichtigung beim Kundenunternehmen hält der Personaldisponent sein Handy in der Hand und gibt per Spracheingabe oder über die Tastatur alle notwendigen Informationen ins System ein. „Wir verfolgen mit unserer digitalisierten Gefährdungsbeurteilung drei Ziele: Kein Papier mehr, schnell verfügbare Informationen und Motivation der Führungskräfte durch die Aufwandsreduzierung. Mit digital geführten Prozessen läuft der Disponent nicht Gefahr, wichtige Fragen oder Angaben zu vergessen“ erklärt die Fachkraft für Arbeitssicherheit Ute Günther.

Eine gewissenhafte Arbeitsplatzbesichtigung ist in der Zeitarbeit ein „muss“. Bevor unser Mitarbeiter im Kundenunternehmen seine Arbeit beginnt, werden die Rahmenbedingungen eines Arbeitsplatzes aufgenommen und evtl. vorhandene Gefahrenpotentiale identifiziert. Daraus leitet der Disponent erforderliche Schutzmaßnahmen ab wie Persönliche Schutzausrüstung, die er im Rahmen der Unterweisung an den Mitarbeiter übergibt, sowie die erforderliche Arbeitsmedizin, die er für den Mitarbeiter veranlasst.

„Wir haben im Branchenvergleich eine unterdurchschnittliche Unfallquote und das soll so bleiben. Die Digitalisierung hilft uns dabei, denn wir vermindern unseren bürokratischen Aufwand, erleichtern unseren Disponenten die Arbeit und verringern mögliche Fehlerquellen“, so Ute Günther.

Und was sagen die Nutzer der App? „Nachteile bisher keine rausgefunden. Vielleicht findet sich was, je länger man damit arbeitet “, meinte ein Mitarbeiter. Die Personaldisponenten finden es cool, dass wir innovativ sind und geben Anregungen, was zusätzlich verändert werden könnte. „Es ist wichtig, dass die Mitarbeiter sich einbringen. Manchmal muss ich aber auch bremsen. Denn Digitalisierung bedeutet hohe Investitionen, Veränderungen, die die Belegschaft mittragen muss, einschließlich Schulungen etc. Ich muss bei jedem Projekt Kosten und Nutzen ins Verhältnis setzen und priorisieren“, sagt die Chefin Ingrid Hofmann. „Es geht leider nicht alles auf einmal, auch wenn ich persönlich die Digitalisierung des Unternehmens treibe.“

Ein Interview mit Ute Günther zu diesem Thema lesen Sie unter https://www.certo-portal.de/arbeit-gestalten/artikel/zeitarbeit-gefaehrdungsbeurteilung-per-app/

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