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Familie und Beruf – noch längst nicht am Ziel

Diskussionsrunde am Stand der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) auf dem Ökumenischen Kirchentag in München

Mai 10 - „Die Freiheit, entscheiden zu können“, das ist es, was die Diskussionsteilnehmer Ingrid Hofmann, Dr. Anneliese Mayer, Ordinariatsrätin Erzbischöfliches Ordinariat München und Michael Staab, Personalleiter Continental beim Standort Regensburg als erstrebenswert empfinden. Frauen und Männer sollten frei entscheiden können, wie sie als Familie leben möchten. Beide berufstätig, einer berufstätig, Teilzeit, Vollzeit, Elternzeit … Doch dafür sind die Voraussetzungen noch nicht wirklich geschaffen. Eine umfassende Kinderbetreuung, Schulen mit Ganztagsbetreuung und Unternehmen, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten Familienfreundlichkeit umsetzen, wären ideal. „Die Anzahl der Unternehmen, die individuelle Lösungen für ihre Mitarbeiter suchen und dem Thema gegenüber aufgeschlossen sind, wächst“, stellt Ingrid Hofmann fest.  Doch sie stehen nicht alleine in der Pflicht. Die Politik ist gefordert, weswegen die Unternehmerin auch die Äußerungen des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch kritisierte, der wieder bei der Familien- und Bildungspolitik sparen wollte. Für Anneliese Mayer zählt diese Situation mit zu den Ursachen, warum Frauen und Männer vor einer Familiengründung zurückschrecken – eine fatale Entwicklung.

Auch Michael Staab ist davon überzeugt, dass es noch viel zu tun gibt. Neben familienfreundlichen Aktivitäten, darunter des Ferienbetreuungsprogramm „Sommerkinder“ setzt er seinen weiteren Fokus auf das Thema Bildung und Weiterbildung. „Wir haben das Krisenjahr 2009 genutzt, um gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit die Weiterbildung voranzutreiben“, erzählt er. Gut ausgebildete Männer und Frauen sind nun einmal unsere Zukunft. Wer sonst sollte unsere Demokratie, unsere Freiheit und unseren Wohlstand garantieren?

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