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MZ – Mehr Zuversicht

Gesprächsrunde bei der Mittelbayerischen Zeitung zum Thema „Automobilkrise“

März 09 – Anzeichen für einen Absturz in der Automobilbranche gab es schon länger, erläutert DGB Chef Fritz Schösser. Ursachen waren die Dollarschwäche, die Finanzierung der Wagen auf Kredit und der zu hohe Spritverbrauch. Man habe zwar den Verbrauch minimiert, doch bei den falschen Autos. Die Luxusmodelle wurden sparsamer, aber auch schwerer, was den Verbrauchsvorteil wieder auffraß. Trotzdem ist er zuversichtlich, dass die Automobilindustrie gestärkt aus der Krise hervorgehen wird, was voraussetzt, dass die Weichen richtig gestellt und mit Nachdruck sparsame Motoren entwickelt werden. Inwieweit sich Hersteller bei der Entwicklung zusammenschließen werden, ist noch offen.

Auch Ingrid Hofmann hatte die Anzeichen der Autokrise früh erkannt, konnte ihren Mitarbeitern jedoch bis zum Herbst 08 noch genügend Alternativeinsätze anbieten. Erst danach ging es rapide abwärts.

Die Kurzarbeit, die nun in vielen Betrieben eingesetzt wird, ist momentan ein probates Mittel, um Kündigungen zu verhindern. Rund 300.000 Beschäftigte arbeiten derzeit kurz. Doch sind wir durch den schmerzhaften Anpassungsprozess noch lange nicht durch, meint der Wirtschaftsweise Prof. Wolfgang Wiegard. Die Abwrackprämie kurbelt zwar den Verkauf von Autos an, bedeutet letztendlich aber auch, dass Käufe lediglich vorgezogen werden, zumal die deutsche Autoindustrie nur bedingt davon profitiert. Bei deutschen Fahrzeugen liegt der Anstieg bei 9 Prozent, bei ausländischen hingegen bei 48 Prozent.

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