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Tradition trifft Innovation – hat der Mittelstand Zukunft?

In Schneiders Brauhaus diskutierten Birgit Hartmann (Phytron Elektronik), Florian Hoeneß (HoWe Wurstwaren), Uli Hoeneß ((Manager 1. FC Bayern), Ingrid Hofmann, Hausherr Georg Schneider und Promi- und TV Koch Alfons Schuhbeck.  Eingeladen hatte Andreas Naunin von SAP.

 

Oktober 07 Es war nicht die übliche Diskussionsrunde – sprich das Podium sitzt erhöht und das Publikum hört zu. Stattdessen traf man sich in der Gaststube von Schneiders Brauhaus in München und genoss die lockere, aufgeschlossene Wirtshausatmosphäre.  Denn kaum hatten alle Gäste Platz genommen, wurde an den Tischen schon munter diskutiert.

 

Passen Tradition und Innovation zusammen?, fragte Moderatorin Birgit Muth den Hausherrn Georg Schneider und eröffnete so die offizielle Diskussion. „Selbstverständlich“, meinte dieser. Das Schöne am Unternehmertum sei es ja gerade, dass man nie auslernt, kreativ sein kann, neue Ideen umsetzt und trotzdem die Tradition pflegt.“ Apropos Kreativität: für Alfons Schuhbeck das Stichwort überhaupt. Als Sterne Koch bekannt u.a. auch durch das Palazzo, hat er inzwischen seine Leidenschaft für das „Gewürze mischen“ entdeckt und natürlich auch einen Weg gefunden, um diese erfolgreich zu vermarkten. Doch eines ist für ihn klar: Erfolg kommt nur durch sehr viel Arbeit.

 

Birgit Hartmann, Geschäftsführerin von Phytron Elektronik, sieht für den deutschen Mittelstand nach wie vor sehr gute Chancen: „China ist für die Massenware zuständig. Deutschland für das Know how und Qualitätsbewusstsein.“ Mit ihrem Unternehmen baut sie Motoren, die hochpräzise Positionierungen von Mechaniken umsetzen. Dazu zählen beispielsweise Motoren für Satelliten, in denen Linsen oder Spiegel verstellt werden. In der Medizintechnik findet man beispielsweise Phytron-Motoren im Ultraschallscanner.

 

Für Ingrid Hofmann heißt das Schlüsselwort „Vernetzung“, denn der deutsche Mittelstand hat auf dem Weltmarkt gute Chancen. Nach wie vor sind deutsche Produkte sehr gefragt, was auch Florian Hoeneß für den Lebensmittelbereich bestätigen konnte. Uli Hoeneß plauderte nebenbei noch über seine Erfahrungen als Manager des 1. FC Bayern und brachte dabei noch einen weiteren Aspekt in die Diskussion: Die Betreuung der Mitarbeiter. Auf den Fußball übertragen, bedeutet dies: Man kann zwar teure Spieler einkaufen, aber wenn sie sich nicht wirklich in ihrem neuen Umfeld wohl fühlen, werden sie nicht in dem Maße zum Gesamterfolg beitragen können, wie es eigentlich möglich wäre.

Wichtig ist es, sich um die Spieler, im übertragenen Sinne also um die Mitarbeiter zu kümmern. Wer sich wohl fühlt, kann entsprechend gute Leistungen bringen.

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