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Wie viel Ethik wollen wir uns leisten?

Diskussion an der Universität St. Gallen zum Thema „Soziale Verantwortung strategischer Führung“ mit Ingrid Hofmann, Dr. Arpad Sölter (Goethe Institut) und Prof. em. Peter Ulrich (Uni St. Gallen)

 

November 09 - Die Wirtschaftskrise hat einen großen Diskussionsbedarf hervorgerufen und zum Nachdenken angeregt, so auch bei den Studenten der Universität St. Gallen. Auf ihrem Symposium diskutierten sie dieses Jahr das Thema: Strategische Führung auf dem Prüfstand – Herausforderungen und Chancen in Zeiten des Wandels. In der Regel sind Diskussionen am spannendsten, wenn entweder gegensätzliche Meinungen aufeinandertreffen oder Theorie und Praxis. Völlig gegensätzliche Meinungen prallten an diesem Nachmittag nicht aufeinander, denn die Überlegungen des Wirtschaftsethikers Prof. em. Dr. Peter Ulrich sind für Unternehmer und Manager durchaus nachvollziehbar. Er spricht sich gegen die reine Gewinnmaximierung aus, sondern möchte ethische Grundsätze in die Führungsaufgaben eines Unternehmens mit integriert sehen. Entsprechend sollte auch die Ausbildung von Managern oder Führungskräften ausgerichtet werden, die nicht nur Verantwortung für ihr Unternehmen tragen, sondern auch für die Mitarbeiter, die Umwelt etc. Jedes Unternehmen prägt und beeinflusst letztendlich auch die Gesellschaft und das Land, in dem es tätig ist. Einig war sich die Diskussionsrunde darin, dass ein Wirtschaftsunternehmen in erster Linie die Aufgabe und das Bestreben hat, Gewinne zu erwirtschaften. Die Frage ist allerdings: Wo sind die Grenzen der Gewinnmaximierung? Welchen Einfluss nehmen die Banken durch das Rating eines Unternehmens. Hier schneiden sicherlich die Familienunternehmen im Vergleich zu den großen Kapitalgesellschaften recht gut ab.

(Zur weiteren Vertiefung in das Thema anbei die offizielle Presseinfo.)

Die Unternehmerin schätzt den Austausch mit den interessierten Studenten.

Eberhard Diepgen (ehem. Berliner Bürgermeister) referierte zum Schluss der Veranstaltung über politische Führung in Krisenzeiten und bezog sich dabei in erster Linie auf die Zeit während des Mauerfalls.

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